«KEHRSATZ MITTE» - Eine grosse Chance für KEHRsatz

Ein gemeinsames Projekt der Gemeinde Kehrsatz, dem Tiefbauamt des Kantons Bern, der Burgergemeinde Bern und der BLS.

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NEWS

Testplanung «Kehrsatz Mitte»

Die Gemeinde Kehrsatz hat Grosses vor. Geplant ist die Verlegung der Zimmerwaldstrasse, ein neuer Verkehrsanschluss «Kehrsatz Mitte» und die innere Entwicklung der Bahnhofmatte zu einem Wohn- und Arbeitsort. Als Basis für die weitere Planung haben die Gemeinde Kehrsatz und das Tiefbauamt des Kantons Bern zusammen mit der Grundeigentümerin, der Burgergemeinde Bern, eine Testplanung in Auftrag gegeben. Die Resultate dieser Testplanung liegen nun vor.

Ausstellung im Gemeindehaus

Noch bis am 20. März 2019 können das Modell und die Pläne im Gemeindehaus besichtigt werden. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind analog der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung.

Informationsanlass für die Öffentlichkeit am 20. Februar 2019

Am Mittwoch, 20. Februar 2019, informierte die Gemeinde Kehrsatz zusammen mit dem Tiefbauamt des Kantons Bern und der Burgergemeinde Bern über die Resultate der Testplanung. Rund 250 Interessierte besuchten die Veranstaltung in der Aula der Schulanlage Selhofen. 

Medienberichte

Berner Zeitung vom 21. Februar 2019

«Der Bund» vom 21. Februar 2019

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PROJEKT

Die AUSGANGSLAGE

Die Pläne für die Anbindung der Zimmerwaldstrasse an die Umfahrungsstrasse von Kehrsatz im Bereich der Bahnhofmatte sind nicht neu. Bereits 2001 wurde der kantonale Strassenplan «Anschluss Bahnhofmatte» genehmigt. Doch das Projekt scheiterte 2003 an der Urne. Seither hat sich einiges getan. Die 2012/2013 durgeführte Korridorstudie zeigte ein grosses Entwicklungspotenzial für die Bahnhofmatte auf und dem Areal wurde aus regionaler und kantonaler Sicht eine wichtige Rolle als prioritäres Entwicklungsgebiet Wohnen zugesprochen und. Nicht zuletzt sorgte die Umstellung der BLS auf den 15-Minuten-Takt und den damit verbundenen Schliesszeiten der Barrieren zu einer erhöhten Staubildung vor den Bahnschranken. Davon betroffen ist der Verkehr in den oberen Dorfteil, vom und zum Längenberg sowie die Zu- und Wegfahrt nach Belp. Im Auftrag des Tiefbauamts des Kantons Bern und der Gemeinde Kehrsatz wurden 2015 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zwei Varianten für eine neue Verkehrsführung geprüft und verglichen. Dabei zeigte sich eine Verlegung der Zimmerwaldstrasse als die beste Lösung. All diese Faktoren haben die Gemeinde dazu bewogen, gemeinsam mit dem Tiefbauamt des Kantons Bern und der Burgergemeinde als Grundeigentümerin der Bahnhofmatte, eine Testplanung als Basis für die weitere Planung in Auftrag zu geben.

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Entwicklung

Entwicklung der Bahnhofmatte zu einem Wohn- und Arbeitsareal

Das Areal «Bahnhofmatte», welches der Burgergemeinde Bern gehört, bildet aktuell die letzte grosse Baulandreserve der Gemeinde Kehrsatz. Dank der idealen Lage direkt beim Bahnhof, bietet sich eine Entwicklung dieses Gebietes an. Dem Areal «Bahnhofmatte» kommt als «prioritäres Entwicklungsgebiet Wohnen» aus regionaler und kantonaler Sicht und im Kontext der inneren Siedlungsentwicklung eine wichtige Rolle zu. Die Lage in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof, sowie die gute regionale Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr, bieten die Chance, dass in der Gemeinde Kehrsatz substanziell neue Wohn- und Arbeitsflächen entstehen. Mit der geplanten Verkehrsführung und dem Anschluss «Kehrsatz Mitte» ist nun auch die Erschliessung für den motorisierten Individualverkehr sichergestellt. Vorgesehen ist eine Mischnutzung mit Wohnen und Arbeiten sowie ein grosszügig gestalteter Bahnhofplatz mit Bushaltestelle, Park+Ride-Parkplätzen, Veloabstellplätzen und Flächen zur öffentlichen Nutzung.

Die Projektstudie «Pétanque» zeigt, dass für das Areal «Bahnhofmatte» eine hochwertige Überbauung mit rund 300 Wohnungen, einer ausgewogenen Nutzungsdichte und qualitätsvollen Freiräumen entwickelt werden kann. Die vorgeschlagene Gebäudehöhen mit drei- bis viergeschossigen Gebäuden und einem siebengeschossigen Gebäude als Akzent am Bahnhofplatz wirken stimmig. Der zwischen dem Blumenhof und dem Bahnhof gelegene Platz stärkt den Ortskern und wird zusammen mit den publikumsorientierten Erdgeschossnutzungen zum Bindeglied zwischen Ortskern und neuer Überbauung. Der grosszügige Platz weist eine grosse Nutzungsflexibilität auf. Vorgesehen sind eine Bushaltestelle, Kurzzeitparkings und Veloabstellplätze sowie Freiflächen für die öffentliche Nutzung.

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Anschluss

Anschluss Kehrsatz Mitte und Verlegung der Zimmerwaldstrasse

Der Bahnübergang in Zentrum von Kehrsatz sorgt insbesondere seit der Umstellung der BLS auf den 15-Minuten-Takt immer wieder für Staus, sowohl auf der Zimmerwald-, als auch auf der Bern- und Belpstrasse. Mit dem neuen Anschluss «Kehrsatz Mitte» soll der Verkehr aus dem oberen Dorfteil und vom Längenberg im Bereich der Bahnhofmatte auf die Umfahrungsstrasse geleitet werden. Die neue Zimmerwaldtrasse wird in die gegebene Topografie des Landschaftsraumes als Ortsverbindung mit Überlandstrassencharakter eingebettet. Ein Teil der alten Zimmerwaldstrasse soll zur verkehrsberuhigten Dorfstrasse mit wiederkehrenden Platzsituationen und Gestaltungselementen umgebaut werden. 

Der Verkehr weiter ins Dorfzentrum soll dereinst über den neugestalteten Bahnhofplatz führen. Davon profitieren auch Reisende mit dem Postauto, die neue Haltestelle wäre direkt auf dem Bahnhofplatz und die Umsteigebeziehung zur BLS würde damit vereinfacht. Überzeugt vom positiven Nutzen einer Verlegung der Zimmerwaldstrasse kaufte die Gemeinde Kehrsatz bereits die Parzelle an der Zimmerwaldstrasse 19, über welche die zukünftige Strasse führen soll.

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planung

Die vorliegende Testplanung dient als Basis für die weiteren Planungsschritte. Ziel der Gemeinde Kehrsatz ist es, das Projekt «Kehrsatz Mitte» im Rahmen der bevorstehenden Ortsplanungsrevision der Bevölkerung vorzulegen. Diese geht inklusive einer Zone mit Planungspflicht (ZPP) für «Kehrsatz Mitte» noch im Jahr 2019 in die öffentliche Mitwirkung. Die Volksabstimmung ist für Ende 2020 geplant. Parallel dazu wird der Kanton einen neuen Strassenplan erarbeiten. Mit einem frühestmöglichen Baustart kann ab 2023 gerechnet werden. In einem nächsten Schritt werden auf Basis der Testplanung die weiteren Planungsschritte eingeleitet und die Kostenteilung Kanton, Gemeinde und Grundeigentümer evaluiert.